Justus-Liebig-Universität GießenInstitut für Angewandte Theaterwissenschaft
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Die Wiederentdeckung der Granteloper


Beschwert wird sich ständig und überall. Denn die Beschwerde ist das, was wir haben, um mitzuteilen, dass etwas schiefläuft. Nörgeln, meckern, maulen, monieren, jammern, tadeln, mäkeln, granteln, beanstanden, aufzeigen, anmerken, anprangern. Alleine oder gemeinsam. Geheim oder öffentlich. Per Anruf, Demo, Petition. Das wird man ja wohl noch sagen dürfen!
In unserer neuen Arbeit widmen wir uns ganz der Artikulation von Widerspruch – von der folgenlosen Klage bis hin zum aufrührerischen Protest. Dafür entdecken wir das uralte, fast vergessene Musiktheaterformat der Granteloper wieder. Diese wurde einst erdacht, um den Sorgen und Nöten der Unterdrückten eine Gesangsstimme zu verleihen und sie in einem beispiellosen Gesamtkunstwerk zu voller Blüte zu entfalten. Nicht zuletzt wegen dieses hehren Anspruchs ist die Granteloper nie verwirklicht worden. Das müssen wir jetzt übernehmen.
Ob ganze politische Systeme, eine misslungene Ampelschaltung, der Tod im Allgemeinen, die fehlende Mandel in der Olive oder die unsäglichen Qualen der Liebe – alles kann zum Gegenstand unseres Argwohns werden. Wie es sich für eine echte Granteltruppe gehört, ziehen wir mit Grantelchor und Grantelorchester durchs Land und erkunden, was es ausrichten kann, singend die Stimme zu erheben. Denn wenn die Zeit für die Granteloper jemals reif war, dann jetzt!

Mit: Léonard Bertholet, Tino Kühn, Hannah Müller
Konzept, Regie, Texte, Musik: FUX (Falk Rößler, Nele Stuhler)
Mitarbeit Konzept, Texte, Musik: Stephan Dorn
Musik: Paul Peuker, Nils Weishaupt
Bühne: Annatina Huwiler
Kostüme: Katharina Sendfeld
Licht & Video: Jost von Harleßem
Sounddesign: Rupert Jaud, Samuel Schwenk
Dramaturgie: Michaela Stolte
Produktionsleitung: Jasna Witkoski
Regie- und Ausstattungsassistenz: Robert Zeigermann
Bühnenbildassistenz: Friederike Rost
Bühnenbau: Jan Hoffmann, Julie Speck

Dank an: Dana Marbach, Dr. Priska Daphi, Prof. Dr. Arne Stollberg, Dr. Simon Teune
sowie Dominik Hallerbach und Uwe Lehr

Eine Produktion von FUX in Koproduktion mit HAU Hebbel am Ufer Berlin, Münchner Kammerspiele, Künstlerhaus Mousonturm Frankfurt und Kaserne Basel.
Mit freundlicher Unterstützung durch das Theater Rampe Stuttgart.
Gefördert durch: Kulturreferat der Stadt München, Senatsverwaltung für Kultur und Europa Berlin, Hauptstadtkulturfonds, Jürgen Ponto Stiftung zur Förderung junger Künstler, Kulturamt Frankfurt am Main, Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst