Justus-Liebig-Universität GießenInstitut für Angewandte Theaterwissenschaft
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Nach uns das Meer


Wie ist es als Jugendlicher an der Nordseeküste, am plattdeutschen Strand aufzuwachsen? Dort, wo andere Leute Urlaub machen, Cuxibahn fahren und Krabbenbrötchen essen. In einer überalterten Stadt mit einem leer stehenden Kaufhaus, Ebbe in der Gemeindekasse und dem Meer vor der Haustür.

Sechs junge Menschen zwischen 14 und 18 Jahren haben sich in dem Theaterprojekt „Nach uns das Meer“ mehrere Wochen intensiv mit ihrer Heimatstadt Cuxhaven auseinandergesetzt. Dafür nahmen sie unter anderem das Treiben in der Fußgängerzone und auf der Strandpromenade unter die Lupe, befragten Urlauber und Einheimische, überprüften norddeutsche Klischeebilder und schrieben ausgehend von ihren Gesprächen und Beobachtungen eigene Texte.

Aus dem recherchierten Material entwickelte die Gruppe einen Theaterabend, der sich collagenartig aus verschiedenen Szenen zusammensetzt. In „Nach uns das Meer“ geben sich unter anderem die Stadtmaskottchen Jan Cux und Cuxi, der wortkarge Krabbenfischer mit Pudelmütze und das Touristenehepaar Mitte 60 auf orangenen Mieträdern ein Stelldichein. Stadtplaner berichten vom demographischen Wandel, die Kurverwaltung beschwört die perfekte Idylle herauf und das Meer rauscht bis in alle Ewigkeit...

Immer wieder geht es in dem Stück auch um die Frage nach der aktuellen Lebensrealität der jungen Generation in Cuxhaven: Die Jugendlichen erzählen von sich und ihrem Alltag und von ihrer Zukunft – ob nun mit oder ohne Cuxhaven an ihrer Seite.

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ein Projekt in Kooperation mit dem TANZBODEN CUXHAVEN
gefördert von der STADTSPARKASSE CUXHAVEN
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Projektblog: nach-uns-das-meer.jimdo.com