Justus-Liebig-Universität GießenInstitut für Angewandte Theaterwissenschaft
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Now the field is open


„In unseren Zeiten der vollendeten Dekadenz haben die Tempel nichts Imposantes mehr, außer der finsteren Wahrheit, dass sie bereits Ruinen sind. Dieses Nichts zu vernichten hat nichts von einer traurigen Aufgabe. Im Elend der Zeit dient der Vorsatz »alles zu ficken« vielleicht – nicht ohne Grund, wie man zugeben muss – als letzte kollektive Verführung.“ Unsichtbares Komitee.


Es ist der Wurm drin. Ein grundsätzlicher Fehler steckt im System – und der kann nur beseitigt werden, wenn alles noch mal neu gemacht wird.
Ein offenes Feld, der Nullpunkt, der Neubeginn, noch einmal anfangen können – und diesmal alles richtig machen.
Wir sind viele. Wir sind 99%. Wir sind occupy. Wir sind arbeitslos, depressiv, ausgebrannt. Wir haben die champions league gewonnen. Wir arbeiten für Hungerlöhne. Wir können uns das Leben, von dem unentwegt die Rede ist, nicht mehr leisten. Wir wissen, dass sich etwas ändern muss. Wir wissen nur nicht so genau, was und wie.
Die großen Utopien – sagt man – sind verschwunden.
Die Welt sei zu verworren, undurchdringlich und verfehlt um sie im Rahmen bestehender Verhältnisse umzugestalten. Um eine Lösung zu artikulieren. Um politisches Theater zu machen.
Gut, sagen wir, dann lasst sie uns eben zerschlagen, diese Welt , in der es keine Utopien mehr gibt. Doch der Weg dahin ist weit.

Es gibt so viel und wir sind so viele. Was die wohl alle sagen werden zu unserer Idee? Die Zerstörung wird unser kleinster gemeinsamer Nenner sein. Tabula rasa, Neuschnee, völlige Stille – und dann... Und dann.

Mit: Albert Alemany, Ramon Rojas, Lluna Pindado, Laura Lopez, Joan Casas, Pepo Blasco, Eleonora Herder, Arne Köhler, Falk Rößler