Justus-Liebig-Universität GießenInstitut für Angewandte Theaterwissenschaft
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WOYZECK ÜBERSCHREIBEN


WOYZECK ÜBERSCHREIBEN geht auf die Suche nach den Möglichkeiten, historisches Inszenierungsmaterial heute fortzuschreiben und zu übermalen. Georg Büchners Woyzeck scheint für diese Recherche ein perfektes Material zu sein: Seine Zitathaftigkeit und fragmentarischer Charakter weist zahlreiche Bruchstellen auf, die es zu befragen gilt.
4 TänzerInnen rekonstruieren Bewegungen und Sprechweisen von Schauspielern in ihren Verkörperungen des Woyzeck-Personals unterschiedlicher Zeiten und entwickeln daraus eine Choreografie, die weit entfernt ist von der Lesart Woyzecks als soziales Rührstück. Es entsteht ein Archiv der Erinnerungen und damit verbunden natürlich die Frage, wie ein Umgang mit einem kulturellen Gedächtnis heute möglich ist.
Welche Körper, welche Identitäten, welche Präsenzen bringt diese Auseinandersetzung in der schließlichen Konfrontation mit unseren eigenen Fragestellungen hervor? Wer beispielsweise ist Woyzeck, wenn mehrere ihm im Wiedersprechen widersprechen?

Zusammen mit seinem Team begibt sich Regisseur Sebastian Blasius auf die Reise zu den Bruchzonen des Woyzeck-Materials und versucht eine neue Perspektive auf den ‘vielfach vom Theater geschundenen Text’ (Heiner Müller) zu formulieren.

Regie: Sebastian Blasius
Dramaturgie: Daniel Franz
Bühne/Kostüm: Cristina Nyffeler
Licht: Andreas Mihan
Sound: Rupert Jaud
Produktionsassistenz: nützlich + schön
Performance: Sigal Zouk, Ludger Lamers, Arantxa Martinez, Eduard Mont de Palol

Mit freundlicher Unterstützung durch das Kulturreferat der Landeshauptstadt München und dem Hauptstadtkulturfonds Berlin.

www.woyzeck-ueberschreiben.de