Justus-Liebig-Universität GießenInstitut für Angewandte Theaterwissenschaft
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ALICE


ALICE
nach Lewis Carroll

Inszenierung: Bastian Kraft
Licht: Milena Kipfmüller
mit: Anna Baumgart, Sebastian Blasius, Roland Siegwald


Gut, wenn alles seine Ordnung hat. Wenn man weiß, auf welchem Weg man nach Hause kommt, um wieviel Uhr es Essen gibt und vor allem: wer man ist - Alice nämlich. Was aber, wenn einem diese Ordnung abhanden kommt? Woran soll man sich festhalten, wenn man in ein Kaninchenloch fällt und sich die ganze Welt plötzlich in Absurdität auflöst? Nie hat Orientierungslosigkeit mehr Spaß gemacht als in Lewis Carrolls Klassiker ALICE. Der vor Wortwitz und schwindelerregenden Sinverdrehungen strotzende Text wird inszeniert als bilderstarker Theatertrip, der die wohlgeordneten Fäden der Vernunft durcheinanderwirbelt wie eine große Waschmaschine. Alles scheint sich zu drehen - oben, unten, rechts und links verlieren ihre Bedeutung - die Konventionen spielen verrückt. Aber was macht das schon, solange man noch weiß, wer man ist - Alice nämlich.


Aufführungen:
16.4.2005, Probebühne (Premiere)
18.4.2005, Probebühne
9.6.2005, zwei Vorstellungen, Stadttheater Gießen, TiL Studiobühne (Theatermaschine)
16.9.2005, zwei Vorstellungen, PACT-Zollverein Essen (SQUATT im Rahmen der Ruhrtriennale 2005)


(...) Psychedelische Projektionen bilden den Hintergrund, vor dem Anna Baumgart, Sebastian Blasius und Roland Siegwald abwechselnd die Titelrolle übernehmen und andere zentrale Figuren gut konturiert darstellen. Immer neue, in ihrer Aussagekraft deutliche und exakt gearbeitete Personenarrangements reihen sich aneinander. Die fantasievolle, gut strukturierte und in ihrer Geschlossenheit perfekt zu nennende Produktion fand grosse Resonanz beim Publikum.
(Giessener Anzeiger, 11.06.2005)