Justus-Liebig-Universität GießenInstitut für Angewandte Theaterwissenschaft
MENU
DE EN

LA COQUILLE


Tanzperformance nach dem Text "er nicht als er" von Elfriede Jelinek.

Idee und Konzept: Daniel Franz und Johanna Manzewski
Texte: Elfriede Jelinek
Performance: Ludger Lamers
Sprecher: Stephan Schad, Norman Hacker
Realisation: Stine Hertel, Johanna Manzewski, Ludger Lamers, Jan Rohwedder, Daniel Franz
Beratung Sound: Björn Deigner

Was passiert, wenn man den Körper von etwas Anderem sprechen lässt, das sich nicht allein mit sprachlichen Aussagen einholen lässt? Die Arbeit „La coquille“ versucht sich, dem Verhältnis von Körper und Sprache zu nähern, indem wir den Körper als „das Andere“ der Sprache begreifen möchten. In einer Rauminstallation, welche ein akustisches Environment einschließt, planen wir, gemeinsam mit einem Performer, unser choreografisches Interesse auf die Leerstellen und Zwischenräume des Körpers zu konzentrieren. Da wir die Synergieeffekte zwischen Körper und Sprache nutzen wollen, richten wir den Fokus unserer Textinszenierung auf Auszüge von Elfriede Jelineks „Er nicht als er“. Lässt sich ein „fragmentierter“ Körper als Einheit erfassen, auch und gerade wenn seine Fragmente als Teile der Bühne selbst zu verstehen sein könnten? Lassen sich Körperteile als unterschiedliche Schichten, als Verzweigungen eines Organismus begreifen? Wie könnte diese Art der Mehrdimensionalität aussehen, versteht man den Körper als Bündel von Handlungen, von Bewegungen? Last but not least möchten wir mit „La coquille“ der Frage nachgehen, wie sich der Performer als ein selbst-affimierendes, selbst-konstituierendes Subjekt auf der Bühne verstehen kann, wenn er zeitgleich Teil eines choreografischen Prozesses sein soll.



Mit freundlicher Unterstützung durch das Institut für Angewandte Theaterwissenschaft Giessen, der Giessener Hochschulgesellschaft, der Hessischen Theaterakademie, dem Kulturamt der Stadt Frankfurt, dem Kulturamt der Stadt Giessen, dem AStA der JLU Giessen sowie dem Frankfurt LAB.