Justus-Liebig-Universität GießenInstitut für Angewandte Theaterwissenschaft
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APPROPRIATION.PARASITEN.KRAPP'S LAST TAPE. (AT)


Die Inszenierung APPROPRIATION . PARASITEN . KRAPP S LAST TAPE (Arbeitstitel) von Sebastian Blasius beschäftigt sich unter medienspezifischen Fragen mit Möglichkeiten und Grenzen der Rekonstruktion einer vorhandenen Inszenierung: Samuel Becketts eigener Regiearbeit seines DAS LETZTE BAND von 1969.

Ein solches Vorhaben konfrontiert den Körper mit (s)einer Grenze:
Inwieweit kann man sich die singuläre Bewegungssprache eines anderen aneignen, in diesem Fall die des Schauspielers Martin Held als Krapp?
Verändert nicht ein Aneignungsprozess sowohl den Aneignenden wie das Anzueignende?
Beinhaltet ein solcher Prozess also eine Gefahr, nämlich die eines Infiziertwerdens, die des Kontrollverlusts, die einer Amorphisierung?
Was kann dadurch sichtbar werden für jemanden, der zuschaut?

Becketts Text thematisiert selbst die Erschütterung des Wahrgenommenen: Das letzte Band wird eingeleitet von der Regieanweisung "Eines Abends, spät, in der Zukunft" - aufgerufen wird eine konkrete Atmosphäre, die durch die Bestimmung des Künftigen zugleich einen Riss erfährt.

Tanz: Ludger Lamers
Regie: Sebastian Blasius; Dramaturgie: Daniel Franz; Ton: Björn Deigner und Luise Voigt; Licht: Katharina Runte; Produktionsleitung/ Dramaturgische Mitarbeit: Anke Euler


Die Diplominszenierung APPROPRIATION . PARASITEN . KRAPP S LAST TAPE (Arbeitstitel) findet mit freundlicher Unterstützung durch die Hessische Theaterakademie (HTA), das Institut für Angewandte Theaterwissenschaft Giessen, das ZMI der Justus-Liebig-Universität Giessen, das Kulturamt Giessen, das Kulturreferat München und in Koproduktion mit i-camp/neues theater münchen statt.