Justus-Liebig-Universität GießenInstitut für Angewandte Theaterwissenschaft
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Fournier


Ein Möbelstück

No. 1 Blackbox
No. 2 Whitecube
No. 3 Souterrain (Rohbau)

Ein Mensch tritt auf, trifft auf sein Möbelstück. Sammeln und Entrümpeln, Weggehen und Wiederkommen, Oeffnen und Schließen. Aus den alten Dingen formt er ein neues Stück. Schränke tragen Kleider und Tischen wachsen Haare.

Wir verbinden mit dem Möbel eine Geschichte; auch das Möbel selbst zeugt von einer Geschichte, die sich in der Beschaffenheit seiner Oberflächenstruktur wie auf einer menschlichen Leibhaut niederschlägt: Kratzer, Schmarren, Dellen. Insofern ist der Mensch seinem Möbel ähnlich. Nicht nur aber bezüglich dieser Außenhaut, sondern ebenso die spezifische Form, das Design, deutet auf die Wesenhaftigkeit des Dinges hin– ein Ding, das als Zeuge seiner eigenen Geschichte nun auf den Plan gerufen wird.

In der Objekt-Performance FOURNIR werden Möbel auf Parkett verrückt. Ein Performer begibt sich auf die Suche nach dem idealen Arrangement seiner sechs Möbelstücke. Auf diese Weise entwirft er ein Spielfeld der Dinge, in dem das Verhältnis von Objekt und Performer bemessen und wieder verworfen wird. Gibt der haptisch-substanzielle Widerstand, den das Möbelstück ihm entgegenbringt, das Anzeichen einer Wesenhaftigkeit zu erkennen?

Mit freundlicher Unterstützung durch: Institut für Angewandte Theaterwissenschaft, Stadt Gießen, AStA der JLU Gießen, Gießener Hochschulgesellschaft, tapeto - hier kauft man Tapeten, DasArts Amsterdam, ausland Berlin