Justus-Liebig-Universität GießenInstitut für Angewandte Theaterwissenschaft
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Nacht mit weißen Hemden


"Nacht mit weißen Hemden" setzt sich in sieben Bildern mit dem Traum und seinen Strukturen auseinander. Verschiebung und Verdichtung, Metapher und Metonymie, formen die Performance zur SÉANCE. Der eigentliche Analysand der Sitzung ist nur durch seine Stimme anwesend. Sein pathologischer Zustand wird übertragen auf den Zuschauer. Das Stimmverhältnis verkehrt sich: es ist nicht mehr der Analysand, der fremde Stimmen hört, sondern es sind die Zuschauer, die, als dem Analysanden Fremde, seine Stimme, die monotone Stimme eines alten Mannes, vom Kassettenrekorder vernehmen. In der Ferne scheint der Dschungel zu beginnen. Erinnerungen tauchen auf. An Schwimmbadbesuche? An Gasangriffe? Es manifestiert sich das Museum der bürgerlichen Psychose.

Mit: Dr. Wilhelm Wöllert.