Justus-Liebig-Universität GießenInstitut für Angewandte Theaterwissenschaft
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Keiner ist böse und keiner ist gut.


Szenisches Hörspiel nach dem gleichnamigen Hörspieltext von R. W. Fassbinder

Fassbinder gab dem 1972 veröffentlichten Text „Keiner ist böse und keiner ist gut“ den Untertitel: „Ein Versuch über Science Fiction“. Tatsächlich wirken die Figuren des Stückes einer hiesigen Welt entrückt: Jeanne streichelt unentwegt ihr Haar, Christoph zählt Farben, Petrov, beseelt von einem übernatürlichen Glücksempfinden, versucht Elvira von ihrer eigenen Glückseligkeit zu überzeugen. Ihr opakes Handeln öffnet sich zueinander, als sie allesamt den gleichen Traum träumen. Jenem, der vom nahen Tod des Anderen und der grenzenlosen Kommunikation über den Traum selbst erzählt.
Über den Konflikten gesellschaftlichen Miteinanders entsteht eine Utopie, eine Familie träumt von einem Leben, dessen originärer Zustand nicht einer Verteidigungshaltung entspricht. Doch die Probleme, welche die Notwendigkeit dieses phantastischen Entwurfs rechtfertigten, kehren unter den Schutzmantel der Traumwelt zurück.
Wenn Vielschichtigkeit eines der Prinzipien des Textes ist, so macht sich diese Arbeit auf die Suche nach Zugangsvoraussetzungen und Einstiegsmöglichkeiten, indem sie die Grenze des Mediums Hörspiel zu überschreiten versucht.

Regie: Daniel Franz & Stine Hertel
Video: Tom Hanke
Musik: Hannes Wehrhan
Bühnenberatung: Anne Wackerl
Layout: Anne Pfeifer

Mit: Heiner Stadelmann, Martin Butzke, Max Landgrebe, Dörte Dreger, Anne Nelke, Sandra Strauch, Puneh Henning, Martin Wolf, Tomasz Stompor, Rainer Dohmke

Mit freundlicher Genehmigung durch den Verlag der Autoren, Frankfurt/Main und der Rainer Werner Fassbinder Foundation, sowie freundlicher Unterstützung von der Giessener Hochschulgesellschaft, der Rainer Werner Fassbinder Foundation, dem Kulturamt der Stadt Giessen, dem AStA der JLU Giessen sowie dem Institut für Angewandte Theaterwissenschaft Giessen und der Bauhaus Universität Weimar.


Premiere am 07.02.2008, 21.00 h