Justus-Liebig-Universität GießenInstitut für Angewandte Theaterwissenschaft
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HAMLETMASCHINE


"Ich will eine Maschine sein." - Heiner Müller, Hamletmaschine

Inspiriert von Erwin Wurms "One minute sculptures" und einem ironischen Umgang mit Themen wie Verkörperung, Identität und Rolle im Umfeld des sogenannten Konzepttanzes der ´90er-Jahre wird Heiner Müllers Hamletmaschine einmal anders gelesen: Weniger die politisch brisante Stimmung der Vorlage tritt in den Vordergrund als die Hinterfragung und Offenlegung der Parameter des Theaters als Textmaschine selbst.

Hamlet hat den Text verlernt, Ophelia ist aus der Rolle gefallen, und die Bühnenarbeiter verkleiden sich, um ihr eigenes Stück aufzuführen. Draußen ist der Aufstand zum Spaziergang geworden, Ekel empfindet nur der Kühlschrank, wenn er auf drei Fernsehgeräte ohne Ton blickt. Elektra spielt in der Tiefsee mit drei Männern in Arztkitteln eine Runde Eiszeit, während Dr. Schiwago mit seinen Wölfen um die Wette weint. Ich war Hamlet. Ich bin Ophelia. Manchmal kamen sie ins Dorf, zerfleischten einen Bauern.

Konzept, Regie: Stefan Hölscher
Regiemitarbeit: Line Spellenberg
Ideen, Umsetzung: Verena Billinger, Jenja Korolov, Enad Marouf, Sebastian Schulz
Ideen, Sound: Katharina Stephan
Sprecherin: Paula Rosolen
Kostüme: Lilly Lulay.

Eine Kooperation zwischen dem Institut für Angewandte Theaterwissenschaft (Gießen), der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst (Frankfurt), der Hochschule für Gestaltung (Offenbach) im Rahmen der Hessischen Theaterakademie.

mouson-Koproduktion
Dauer 60 Min.