Justus-Liebig-Universität GießenInstitut für Angewandte Theaterwissenschaft
MENU
DE EN

DIE KRANKHEIT TOD


Schauspiel von Marguerite Duras

Inszenierung: Bastian Kraft
Ausstattung: Bernhard Niechotz
Dramaturgie: Natalie Fingerhut
Tonspur: Friederike Kenneweg

Mit: Nicole Lohfink, Christian Fries

Eine Produktion des Stadttheaters Gießen in Zusammenarbeit mit der Hessischen Theaterakademie

Premiere: 8. September 2006, 20 Uhr
Weitere Termine: 10.9. und 24.9., je 20 Uhr
Termine Oktober bis Dezember werden noch bekannt gegeben.

TiL Studiobühne im Löbershof, Löbershof 8, 35390 Gießen

-------------------------------------------------------

Eine seltsame Krankheit geht aus von diesem Mann, der eine fremde Frau zu einem Experiment einlädt: Er will „es versuchen“, will versuchen zu lieben – und er will dafür bezahlen. Sie lässt sich darauf ein – die Versuchsanordnung steht. In einem Zimmer am Meer treffen die beiden für die Dauer einiger Nächte aufeinander, konfrontieren sich mit der Andersartigkeit des Gegenübers und versuchen, die zwischen ihnen verlaufende Grenze zu überschreiten.

"Bastian Kraft hat es mit seiner Diplom-Inszenierung geschafft, das eigentlich nicht für die Bühne gedachte, betörende und geheimnisvoll anmutende Beobachtungskunstwerk über ein Experiment eines Mannes bemerkenswert auf die Bühne zu bringen. Im Theaterstudio im Löbershof steht plötzlich alles und jeder unter Beobachtung: Er, Sie, Fries, Lohfink, Du, Ich und die beiden Goldfische im Glas - der Versuch im Versuch." (Gießener Allgemeine 11.9.2006)

"Nicole Lohfink und Christian Fries bewegen sich präzise auf festgelegten Bahnen, sprechen betonungsarm, aber deutlich aufeinander ein und aneinander vorbei und gehen dabei überaus aufmerksam zu Werke, so dass die Konzentration auf die eigentümlichen Windungen der ausgesprochenen Gedanken gelenkt wird: Verstehen, nachhorchen, sich spiegeln, das sind die drei Vorgänge, um die es geht.
Bastian Kraft hat damit eine überaus formstrenge und stilisierte Expressivität gewählt, die im Gießener Theaterstudio einen idealen Spielort hat, Ausstatter Bernhard Niechotz ließ sich ein klares, effektsicheres und souverän die Raumbreite nutzendes Zeichensystem einfallen, und Friederike Kenneweg hat eine moderne, mehrschichtige Soundgestaltung beigesteuert." (Frankfurter Rundschau, 12.09.2006)

"Die Faszination rührte zum großen Teil her von der Optik, der szenischen Umsetzung und von enormen schauspielerischen Leistungen, als mit "Die Krankheit Tod" im Theaterstudio die neue Bühnensaison begann. Trotz der alles andere als leicht verständlichen Textvorlage gelang es dem jungen Regisseur Bastian Kraft, der mit dieser selbstständigen und selbstbewussten Inszenierung die Diplomarbeit seines Studiums der Angewandten Theaterwissenschaft vorlegt, nahezu pausenlos, die gespannte Aufmerksamkeit des Publikums zu erhalten." (Gießener Anzeiger, 11.09.2006)