Justus-Liebig-Universität GießenInstitut für Angewandte Theaterwissenschaft
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STRICH IN JEDE RICHTUNG


STRICH IN JEDE RICHTUNG

11. März - 09. April 2017

Ausstellung im Kunstverein MMIII Mönchengladbach von Julian Behm, Josephine Garbe, Herbert Graf, Jonas Habrich und Orpheo Winter

Sie verstehen Mönchengladbach im Allgemeinen und den Kunstverein MMIII im
Speziellen als Orte, an die man gezielt fährt oder hingeführt wird. Die Beschäftigung mit dem konkreten Raum des Kunstvereins und dem Stadtraum bilden somit eine Grundlage für die Ausstellung. Wie bewegt und positioniert man sich in diesen Räumen? Wie bewegt und positioniert sich eine Gruppe?

Drei Wochen verbringen sie bis zur Eröffnung in der Stadt, um die Ausstellung aufzubauen, Geplantes zu realisieren, Neues zu entwickeln und auf das vor Ort sein zu reagieren.

Ein in seiner Architektur spezieller Ort wird angefüllt, Arbeiten entstehen im Raum, sie kommen sich nahe, an manchen Punkten vielleicht zu nahe und treten in Verbindung. Es entsteht ein dichtes System aus Verbindungen und Verschränkungen ohne Anfangs- und Endpunkt.

Die Ausstellung wird über die Räumlichkeiten des Kunstvereins hinausgehen und in die Stadt hinein projizieren. Über die Dauer von einem Monat werden Oberflächen in Mönchengladbach bespielt. Unter anderem wird zwischen Werbeclips im Kino eine Videoarbeit platziert, eine Plakatwand im Bahnhof wird zur externen Ausstellungsfläche, auf den vernagelten Fenstern eines leerstehenden Hauses sind Photographien zu sehen. Weitere mehr oder weniger sichtbare Flächen tauchen in der Stadtkarte Mönchengladbachs auf, sind nicht alle gleichermaßen und gleichzeitig erreichbar, nicht als Route angelegt. Mittelpunkt bleibt der Raum des Kunstvereins. Nur hier lassen sich die gezogenen Striche in die Stadt nachvollziehen, die alle von diesem Ort ausgehen.

In der gesamten Ausstellung spielt nicht nur das tatsächlich Sichtbare eine Rolle, sondern auch der Prozess dort hin. Dieser Vorgang wird zum Ausgangspunkt für den Theatertext, den Herbert Graf für die Ausstellung geschrieben hat. Aus einer Perspektive der assoziativen Beobachtung wird der Text in der Ausstellung von der Ausstellung erzählen, sie erweitern, umbauen, dekonstruieren, ignorieren und von ihr abschweifen. Dokumentation und Fiktion verschwimmen. Das Stück zieht einen Strich zum Theater, ohne dort jemals ankommen zu wollen.


Öffnungszeiten: während der Dauer der Ausstellung, sonntags 11 bis 14 Uhr
Eröffnung: 11.03.2017, 19.30 Uhr
Finissage: Sonntag, 09.04.2017