Justus-Liebig-Universität GießenInstitut für Angewandte Theaterwissenschaft
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Es muss der Ort sein


Installation im Rahmen von Festival der jungen Talente 2016
28. April 2016, Eröffnung
29.04.-01.05.2016 im Frankfurter Kunstverein

Abdrücke im Raum, in der Erinnerung, ich erinnere mich wie wir kaffee trinken und du erzählst mir
ich erinnere mich an den kaffeefleck den ich unter der untertasse verstecken zu können glaubte
Kann man einen Moment wieder her-/wiederholen? Ist ein Raum reproduzierbar? Eine Erinnerung? Ich will in das Haus meiner Kindheit, aber alle sind fort. Nur ein Stuhl, Tapete ist zurückgeblieben.

"Die Schwelle ins Haus besteht aus zwei Türen, eine schwere, massive Holztür mit gusseisernem Griff, weiß gestrichen, niemals geschlossen – doch, nachts."

Gemeinsam und getrennt voneinander versuchen wir ein Archiv zu erstellen, das Objekte, Materialien, Fotografien von und aus den Häusern unserer Großeltern beinhaltet. Durch die Ausstellung des Privaten wird das Gewöhnliche, das Allgemeine sichtbar: Jede*r hat Großeltern. Die individuellen Besonderheiten liegen also unter einer Schicht der Allgemeinheiten. Ausgehend vom Grundriss der Häuser bespielen wir konstruierte Räume mit Alltäglichem. Ein DAMALS wird erinnert, fiktionalisiert, re-/konstruiert. Kaffeefleck verschwindet unter Taschentuch. Wir beschäftigen uns mit der Überlagerung und Projektion von Wohnräumen in den öffentlichen Raum der Ausstellung. Dieses digital und analog entstandene Archiv ist als Versuch einer Annäherung an eine Vergangenheit, die zuletzt noch im Objekt existiert, zu verstehen. Der Raum erzählt.