Justus-Liebig-Universität GießenInstitut für Angewandte Theaterwissenschaft
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sub rosa


eine Überwachungsperformance für den öffentlichen Raum

Wenn der Mensch den Raum betritt, ist er schon entdeckt.
Die Worte, die er sagt, werden gehört.
Zwei Menschen schauen und hören genau, sie sind Kamera und Mikrofon, überwachen und werden überwacht, sind unparteiisch, aber menschlich, nehmen Privatsphäre und geben Öffentlichkeit.

Wir wollen Mechanismen offenlegen. Wir halten flüchtiges fest. Wir verletzen bewußt genau jene Sphäre, die man für "Privat" hält, weil sie - wenn überhaupt - nur in der eigenen Erinnerung verbleibt.
Wir machen Überwachung sichtbar, geben ihr Gesicht und Körper, und werden so selbst zu Kontrollierten. Aus Kontrolle wird die Schaffung von Öffentlichkeit, das Spiel mit der eigenen Präsentation, der Selbstdarstellung.

entstanden 2002 im Rahmen des Szenischen Projektes "Vor dem Theater" mit Reinhold Grether und Heiner Goebbels