Justus-Liebig-Universität GießenInstitut für Angewandte Theaterwissenschaft
MENU
DE EN

MeMe - I see. Ah!


In „MeMe – I see. Ah! “ geht es um den Moment wo IRGENDETWAS ETWAS wird und dann wiederum ETWAS ANDERES. Wann fangen wir als Zuschauer an zu denken, dass wir etwas verstehen (I see. Ah!)? Wann manifestiert sich dieses Verstehen in ein klischeehaftes Bild vom (noch fremden) Anderen und seine „traditionellen Künste“? Wann behauptet unser Blick über das Andere (Asia!) einen Status als Allgemeinwissen darzustellen? Was entsteht im Zwischenraum von der Seherfahrung (I see. Ah!) und der Wissensbehauptung (Asia!)?
Diese Fragen kamen in den Vordergrund als Hyunsin, ausgebildet im Westlichen Zeitgenössichen Tanz und Theater, an einen Traditionellen Koreanischen Tanzworkshop teilnahm. Der Körper der auf der Bühne produziert wurde, war ein anderer als der ihr vertrauter. Jedoch war es sowohl im Westlichen Zeitgenössichen Tanz als auch im Traditionellen Koreanischen Tanz ähnlich wie ein bestimmter, homogener Körpertyp durch jahrelanges Training produziert wurde. In „MeMe – I see. Ah!“ begibt sich Hyunsin in ein Experiment in dem sie ihren Körper in verschiedenen asiatischen Bewegungstechniken trainiert und „bestimmte, körperliche Eigenschaften“ aus Asien aneignet. Wann ergibt eine Bewegung ein Bild von dem wir denken es zu kennen und wann flüchtet es in etwas nicht sofort Erkennbarem, in einen heterogenen Mutant von seinem Anfangsbild?

'MeMe - I see. Ah!' ist der zweite Teil der MeMe Serie. Der Epilogue 'MeMe - The Formation' hatte Premiere im Juni 2015 im Mousonturm und der erste (volle) Teil 'she came, she saw, she said: meme' im Januar 2016 bei den Tanztagen Berlin 2016 in den Sophiensaelen Berlin.