Justus-Liebig-Universität GießenInstitut für Angewandte Theaterwissenschaft
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self-help-group


Während fünf Wochen wird das Kollektiv MOUCHACHA gemeinsam mit Schauspielern des Theater Basel in der Produktion “self-help-group” zum Thema Teamarbeit forschen. Hier ein Auszug eines Selbstinterviews des “self-help-group”-Teams.

SHG: Ihr seid Teil des Projekts “self-help-group”. Handelt es sich dabei tatsächlich um eine Selbsthilfegruppe?

SHG: Was uns an der Idee der Selbsthilfegruppe interessiert, sind die Verknüpfungen, die das Wort ermöglicht: eine Gruppe, die dem Selbst helfen möchte, in dem es mit anderen in einer Gruppe arbeitet. Der ganze therapeutische oder pathologische Kontext allerdings weniger. Wir treten dieser nicht Gruppe bei, weil wir ein gemeinsames Problem haben, sondern ein gemeinsames Bedürfnis: uns mit der Frage, wie wir in Teams arbeiten wollen, zu konfrontieren, und wie wir sie körperlich, durch Tanz, beantworten können. Wahrscheinlich sind wir in Wirklichkeit eher eine Art Think Tank - oder noch eher ein Dance Tank.

SHG: Heißt das, dass Tanz helfen kann, um über Teams auf eine bestimmte Art zu sprechen? Ich kann mir vorstellen, dass es vor allem dienlich ist, zu viel Sprechen zu vermeiden, und stattdessen über das Tun zum Team zu werden.

SHG: Eine sehr gute Beobachtung! Nebenbei ist die universellste Definition von Arbeit die des Energieverbrauchs, und dann ist Tanz reine Arbeit. Eine Choreographie entwickeln und ausführen ist automatisch auch eine Zusammenarbeit.

Aufführungen: 15./16./17./18. & 19.Mai, 15 Uhr

Konzept, Choreographie: Miriam Coretta Schulte / Catalina Insignares Martinez
Kostüme: Maryam Afschar
Szenographie: Demian Wohler
Assistentin/Stuntwoman/Co-Performerin/Programmiererin: Marzella Ruegge
Performer: Philippe Graff / Silvester von Hösslin / Catalina Insignares Martinez / Miriam Coretta Schulte