Justus-Liebig-Universität GießenInstitut für Angewandte Theaterwissenschaft
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Angesichts des geöffneten Mundes (AT)


Der Vorhang geht auf. Es ist dunkel, langsam werden Stimmen hörbar. Sie rufen Namen in den nur allmählich heller werdenden Raum. In der Bühnenmitte erhebt sich schließlich ein Kasten aus bemaltem Sperrholz. Ansonsten ist die Bühne leer. Viele Minuten lang geschieht nichts.
Plötzlich dreht sich der Kasten und gibt sein Inneres preis. Weitere Minuten vergehen. Der Vorhang schließt sich wieder.
Angesichts des geöffneten Mundes will das Unzeitgemäße wagen und postuliert: Es ist die Zeit gekommen, das Auditiv auf die Bühne zu stellen! Die Souffleuse, sonst unter der Bühne, wird auftreten! Werden wir sie erhören? Begeben wir uns auf die Suche nach der Venus und
zwingen sie aus ihrer Muschel auf die Bühne.