Justus-Liebig-Universität GießenInstitut für Angewandte Theaterwissenschaft
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Macchia


Macchia ist ein Spiel für vier Erzählende und Ausführende mit strikten Regeln, das zwischen Fluxus-Scores und epischem Erzählen pendelt: Was ausgesprochen wird, wird auch ausgeführt und so ist jede Anweisung ein Spielzug, der zwischen den Beteiligten zur Verhandlung steht, Allianzen erzeugen und Sinneinheiten bilden, aber auch Missverständnisse provozieren kann. Indem jeder Anweisende zur Figur in der Erzählung eines Anderen wird, verschachteln sich auch Bühnentext, Bühnenanweisung und Bühnenhandlung in ein metaleptisches Labyrinth, in dem sich die Performenden verlaufen, ähnlich der Legende vom chinesischen Maler, der in seinem eigenen Bild verschwindet. Seit 2007 hat das Tanzlabor_21 bereits elf Projektensembles mit Absolventen und Studierenden aus der Region realisiert. Die Projektensembles bieten die Möglichkeit, in einem professionellen Umfeld ein Stück zu entwickeln und so Erfahrung in prozessorientierter Projekt- und Bühnenarbeit zu sammeln. Das Ziel der Projektensembles ist es, den Nachwuchs in der Region zu stärken.