Justus-Liebig-Universität GießenInstitut für Angewandte Theaterwissenschaft
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Cogo Ahoí_Prolog


Julia Blawert verlässt uns. Sie sticht in See. Darf man so sagen? Denn in ihrem Fall ist die See, genauer das Schwarze Meer, beim Ankerlichten im Frankfurter Osthafen am 3. April noch sieben Monate und 3000 Flusskilometer weit weg. Und während der Flusslauf mainauf- und donauabwärts die Wegführung übernimmt, wird ihre Reise selbst zum Ziel, zu einer Forschungsreise, einer Performance über das Reisen während des Reisens, zu einem Selbstversuch. Bevor Julia Blawert Abschied nimmt, nimmt sie in ihrer Performance schon einmal ihre Reise visionär vorweg, Kapitän sein, Anker lichten, schleusen, auf dem Fluss leben, Schlagzeug spielen, die Vorbeifahrt an Meerjungfrauen, Ungeheuern und Sirenen, das Fremd-Werden, Narr-Werden. Mit ihrer performativen Reise beschließt Julia Blawert zugleich ihr Studium der Angewandten Theaterwissenschaft. Mit dem Mousonturm als Heimathafen bleibt das Boot die sieben Monate über in Kontakt. Die Reise wird um 19 Uhr im Mousonturm beginnen und für die Zuschauer vorläufig gegen 21 Uhr am Osthafen enden.