Justus-Liebig-Universität GießenInstitut für Angewandte Theaterwissenschaft
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Projektdramaturgie


BA 05/06/07/09/10/11
MA 02/04
CuP 03/07/08/09


Projektdramaturgie

Der Kurs Projektdramaturgie ist in erster Linie ein Angebot zur Betreuung und Diskussion der eigenständigen künstlerischen Arbeiten der Studierenden in einer festen Gruppe. Er dient als Forum für die jeweiligen Projekte, um über eine eigene Arbeit - und ausgehend davon - über die individuelle / kollektive Suche nach künstlerischen Arbeitsweisen praktisch und theoretisch nachzudenken. Das Seminar bietet wöchentlich 3 Stunden Zeit für die gründliche Diskussion/Vorstellung/Erprobung je einer studentischen Arbeit. Dabei sind alle Arbeitsstände willkommen - Konzepte, praktische Zwischenstände, bereits entstandene Arbeiten. Selbstverständlich kann das Seminar auch besucht werden, wenn man keine eigene Arbeit zur Diskussion stellen will, sondern ein Interesse am Kennenlernen und der Diskussion anderer Arbeiten hat. Ein roter Faden in und neben der Diskussion der entstehenden Arbeiten ist im Sommersemester 2019 schwerpunktmäßig die Frage nach Formen der Zusammenarbeit. Die Zusammenarbeit mit anderen in unterschiedlichsten Konstellationen gehört zum Alltag des künstlerischen Arbeitens - wie aber gestaltet sich dieses Aufeinandertreffen konkret? Passiert es irgendwie? Wird es geordnet? Oder ist es selbst Gegenstand der entstehenden Arbeit? Der Begriff der Zusammenarbeit ist eine fundamentale Setzung für das, was man gemeinsam künstlerisch erproben kann und wurde in der Vergangenheit immer wieder als Experimentierfeld für Arbeitsteilung und Machtstrukturen gesehen. Was bedeutet es, im Kollektiv zu arbeiten? Mit Experten, Laien, Schauspielern? Wie begreift man sich - als Team, als Bande, als Dienstleister? Kooperativ, kollaborativ, kollektiv? Wie wird dieses Verständnis in Proben / Arbeitsweisen konkret ausgestaltet? Welche Kräfte sind jenseits der Deckelbegriffe Kollektiv und Gemeinschaft am Werk? Und immer wieder die Frage: wer entscheidet wie? Und wie kann man über diese Frage hinauskommen? Anhand eigener Projekte und im Gespräch mit künstlerischen Gästen versuchen wir uns verschiedenen Modellen und Denkweisen von Zusammenarbeit anzunähern. Daneben gibt es die Möglichkeit für Einzelsitzungen zum Thema Anträge, Finanzierung, künstlerische Selbstständigkeit. Der zeitliche Ablauf des Seminars wird in der ersten Sitzung gemeinsam mit den Teilnehmer*innen geklärt. Je nach individueller Schwerpunktlegung wird der Kurs als praktischer Kurs gewertet, es können bei entsprechenden Leistungen aber auch Seminarscheine oder Szenische Projektscheine erworben werden. mgl. Zusatztermine für gemeinsame Proben: 10.5 // 24.5 //14./15./16.6 // 21./22./23.6 // 5.7 // 12./13./14.7