Justus-Liebig-Universität GießenInstitut für Angewandte Theaterwissenschaft
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Bühne als Palimpsest


BA 03/04/05/09/10/11
MA 01/03/04/05
CuP 07/09


Die leere Bühne, auf die man als Theatermacher zugreift und auf der man künstlerische Prozesse nach seinen Vorstellungen realisieren kann, ist nicht leer - so lautet die Ausgangsthese dieses theoretischen wie praktischen Seminars. Die offenbare Leere der Bühne ist vielmehr das Resultat von Verdrängungen ihrer eigenen ideologischen Grundlagen, sie ist somit ein Phantasma. Bevor wir anfangen, geht uns also etwas voraus, so wie der Chor in der griechischen Tragödie auch bereits da ist, wenn der Protagonist auftritt. So entsteht zumindest eine "doppelte Anlage" (Ulrike Haß), die indes mit der modernen Schaubühne nahezu verschwindet. Wie lässt sich die Vorgängigkeit von etwas, an das wir anknüpfen, das wir über- oder weiterschreiben, künstlerisch thematisieren? Wie lässt sich mit dem, das uns vorausgeht, ein Dialog initiieren, wie können wir uns zu diesem aktiv, reflexiv, demütig, widerständig positionieren?

Das Seminar findet in drei Blöcken statt: Beginnend mit der Lektüre und Diskussion theoretischer Texte soll im zweiten Block versucht werden, die hier gewonnenen Einsichten und Fragestellungen in eigene künstlerische Ansätze zu transformieren, um diese im dritten Block praktisch zu erproben. Optional steht am Ende des Seminars eine abschließende Präsentation der Prozesse und Ergebnisse.

Termine:
1. Theorieblock (AUB4)
Fr. 11.01. - 18-20h (AUB3)
Sa. 12.01. - 10-12h / 12-14h / 16-18h (AUB4)
So. 13.01. - 10-12h / 12-14h (AUB4)

2. Diskussion künstlerischer Ansätze/ Konzepte (AUB4)
Sa. 26.01. - 10-12h / 12-14h
So. 27.01. - 10-12h

3. Erprobung der Ansätze/ künstlerische Praxis (PB2)
Fr. 15.02. - 10-12h / 12-14h / 16-18h
Sa. 16.02. - 10-12h / 12-14h / 16-18h
abends: bei Bedarf Nachbesprechung (z.B. Studierende, die eine Hausarbeit schreiben möchten)