Justus-Liebig-Universität Gießen Institut für Angewandte Theaterwissenschaft

Master-Studiengang "Choreographie und Performance" (CUP)

Ein Studiengang im Verbund der Hessischen Theaterakademie http://www.hessische-theaterakademie.de/


Spezielle Ordnung MA Choreographie und Performance

Der internationale Masterstudiengang Choreographie und Performance am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen wird zusammen mit der Abteilung für zeitgenössischen Tanz an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main angeboten. Die Studierenden können aus einem breitgefächerten praktischen und theoretischen Lehrangebot aus den Bereichen Choreographie und Performance, Tanz- und Theaterwissenschaft wählen. Mit dem Wintersemester 2012/13 übernimmt Frau Prof. Dr. Bojana Kunst die Professur für Choreographie und Performance. Dank ihrer umfangreichen Forschungs- und Lehrerfahrung, sowie ihrer international Tätigkeit als Dramaturgin und Theoretikerin im Bereich der szenischen und bildenden Künste, wird sie der praktisch-theoretischen Ausrichtung des Studiengangs auf besondere Art und Weise gerecht.

Das Studium verbindet körper- und praxisorientierte Herangehensweisen mit einem kritisch-reflektierenden Zugang zu Tanz und Performance. Der Blick der Studierenden wird für ein erweitertes Verständnis von Choreographie geschult. Körperliche Ausdrucksmittel wie Tanz und Bewegung werden nicht nur als künstlerisches Mittel erprobt und reflektiert, sondern auch bezüglich ihre Relevanz für gegenwärtige ästhetische, gesellschaftliche und politische Kontexte diskutiert. In diesem Sinne werden Choreographie, Tanz und Performance als körperbezogene Praxen begriffen, die zutiefst mit reflektierendem Denken und kritischer Auseinandersetzung verbunden sind. Um den Studierenden zu einer eigenständigen Positionierung ihrer Arbeitsweise im Kontext gegenwärtiger Kunstproduktion zu verhelfen, wird der Beschäftigung mit zeitgenössischer internationaler Tanz- und Performancekunst und ihren Arbeits- und Produktionsweisen besonderes Augenmerk geschenkt.

Das Seminarangebot des Masterstudiengangs setzt sich aus Veranstaltungen des Instituts für Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen, der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt und anderer Partnern der Hessischen Theaterakademie zusammen. Ein wichtiger Teil des Masterprograms dreht sich um die praktische Arbeit der Studierenden. Durch ein breites Lehrangebot an szenischen Projekten, praktischen Kursen, Körpertraining, Dramaturgie und Mentoring Kursen werden Methoden und Techniken für das eigenständige künstlerische Arbeiten vermittelt. GastprofessorInnen und Lehrbeauftragte aus dem Feld zeitgenössischer Kunstproduktion ermöglichen den Studierenden die Auseinandersetzung mit relevanten Diskursen und Positionen. Es bestehen zahlreiche Kooperationen mit Kultureinrichtungen in der Region, wie zum Beispiel mit dem Tanzlabor 21, dem Künstlerhaus Mousonturm und dem Frankfurt LAB, so dass die Studierenden leicht Möglichkeiten für die professionelle Realisierung ihrer Projekte finden.



Konzept des Master-Studiengangs Choreographie und Performance

Der MA-Studiengang "Choreographie und Performance" richtet sich an Studierende, die sowohl ein Interesse an wissenschaftlichem Arbeiten im Bereich Tanz und Performance haben und sich in ihrem bisherigen Studium und künstlerischem Werdegang mit den Bereichen Tanz, Körper, Bewegung, Choreographie und Performance intensiv beschäftigt und sich bereits mit eigenen künstlerischen Arbeiten qualifiziert haben.

Der Studiengang wird als konsekutiver Master-Studiengang entwickelt und führt aufbauend auf einem ersten berufsqualifizierenden Hochschulabschluss der Angewandten Theaterwissenschaft, des Tanzes oder einer adäquaten abgeschlossenen Ausbildung plus möglicher mehrjähriger Berufserfahrung, zu einem weiteren berufsqualifizierenden künstlerischen Hochschulabschluß. Ziel ist die Ausbildung von Künstlerpersönlichkeiten, die auf die Komplexität der Anforderungen zeitgenössischer darstellender Kunst im Bereich von Tanz und Performance theoretisch und praktisch vorbereitet sind.

Die berufliche Anwendung der im Studium erworbenen Kompetenzen ist sehr breit gefächert und hängt in hohem Maße von den einzelnen Studierenden, ihren Begabungen, ihrer Vorausbildung und den selbst gewählten Schwerpunkten ab.
Die im Laufe des Studiums erworbenen Fähigkeiten und Kenntnisse können so in eine selbständige künstlerische Laufbahn z.B. im Bereich Choreographie, Performancekunst, Installation oder Videotanz führen. Weitere mögliche Berufsfelder ergeben sich in Tanzdramaturgie (Stadttheater, Produktions- oder Festivaldramaturgie), für Konzeption und Organisation im Bereich Kultur (z.B. Leitung von Tanzfestivals und -wettbewerben), und für journalistische und redaktionelle Tätigkeiten (u.a. Print-Medien). Auch im Bereich "Tanz in Schulen" / "community dance" / "education projects" werden sich für die Absolventen neue Berufsfelder öffnen.


Studienverlauf

Der Master-Studiengang ist so konzipiert, dass er tanzwissenschaftliche, tanzpraktische und theaterwissenschaftliche Inhalte erweitert, vertieft und in Seminaren sowohl theoretisch reflektiert als auch in praktischen Kursen, szenischen Projekten und eigenen Arbeiten künstlerisch-praktisch erprobt. Das Studium wird mit dem erfolgreichen Abschluss aller Module beendet, die Thesis besteht aus einer eigenen künstlerisch-praktischen Arbeit.

Folgende Module werden in dem zweijährigen Master-Studium Choreographie und Performance (gesamt 120 CP) absolviert:

1. Studienjahr

2. Studienjahr


Zulassungsvoraussetzung zum Master-Studiengang Choreographie und Performance

Die künstlerische Eignungsprüfung als eine der Zulassungsbedingungen ermöglicht es, Studierende dezidiert nach ihren Begabungen und Qualitäten, die sie für diesen Studiengang prädestinieren, auszuwählen. Die geringe Studierendenzahl (pro Jahrgang ca. 7) ermöglicht den Lehrenden, die einzelnen Studierenden gezielt zu fördern.

Formale Zugangsvoraussetzungen
Für die Zulassung zum Master-Studiengang „Choreographie und Performance“ sind folgende Voraussetzungen zu erfüllen:

Zulassungsvoraussetzung ist zudem die gründliche Kenntnis der englischen Sprache. (Näheres regelt die Spezielle Ordnung.

Zum Studium kann nur zugelassen werden, wer besondere Kenntnisse und Fähigkeiten nachweist, die einen erfolgreichen Abschluss des Studiums im Master-Studiengang „Choreographie und Performance“ auch in ästhetischer und künstlerischer Hinsicht möglich erscheinen lassen. Die erforderliche ästhetische Urteilskraft und künstlerische Befähigung wird im Rahmen einer Eignungsprüfung festgestellt.


Workshops

... im laufenden Semester u.a. mit Alice Chauchat und Mette Ingvartsen ("Choreographic Writing Practices"), Ana Vujanovic und Sasa Asentic ("Methodological Games"), Kaya Kolodziejczyk ("Re/Construction"), Petra Sabisch ("Relate..."), Nicole Peisl ("Training-Research"), Ana Vujanovic und Petra Sabisch ("everybodys and Walking Theory propose: Modes of Production").

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