Justus-Liebig-Universität GießenInstitut für Angewandte Theaterwissenschaft
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Mathilde Monnier


Mathilde Monnier (geb. 1959 in Mulhouse) ist eine der einflussreichsten und vielseitigsten Choerographinnen der europäischen Theaterlandschaft und arbeitet zudem als Festivalmacherin und Forscherin. Sie studierte Tanz am Centre national de Danse Contemporaine (CNDC) d'Angers bei Viola Farber und arbeitete unter anderem mit Francois Verret, Jean-Francois Duroure, Christine Angot und Jean-Luc Nancy zusammen.
Seit 1994 leitet sie das Centre Choreographique National in Montpellier und ist an der Organisation des Festivals Montpellier Danse beteiligt.
Frau Monniers choregraphische Arbeiten zeichnen sich durch eine enge Interaktion mit Texten (Choreographie als Schreiben), der Inszenierung des Körpers zwischen Kontrolle und Kontrollverlust, Präsenz und Absenz sowie durch eine starke Verbindung von Theorie und Praxis aus. So enteickelte sie zusammen mit Jean-Luc Nancy die Arbeit "Agora" (2001); die die beiden in dem Buch "Dehors la Danse" reflektierten. 2000 brachte sie in dem Projekt Potlatch/dérive verschiedenen Künstler zusammen, um gemeinsam an den Themen der Gabe, Gegengabe und Schuld (vgl. Mauss, Bataille, Situationismus) künstlerisch zu forschen.
Frau Monnier wurde 1999 mit dem Grand Prix National des Arts du Spectacle Vivant ausgezeichnet und erhielt 2000 die Auszeichnung Chevalier de la Légion d'Honneur.