Justus-Liebig-Universität GießenInstitut für Angewandte Theaterwissenschaft
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Zentrum für Medien und Interaktivität


Das Zentrum für Medien und Interaktivität (ZMI) ist ein interdisziplinäres medienkulturwissenschaftliches Forschungszentrum der Justus-Liebig-Universität (JLU) Gießen. Es setzt sich mit dem Begriff der Interaktivität und den vielfältigen Aspekten interaktiver digitaler Medien auseinander. Insbesondere werden Fragestellungen der individuellen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, rechtlichen, politischen und künstlerischen Gestaltung und Wirkung von Medien, jeweils unter dem Gesichtspunkt der Interaktivität, behandelt. Als fächerübergreifende Forschungseinrichtung umfasst das ZMI ein breites Spektrum an Fachgebieten, das von der Soziologie über Computerlinguistik bis zur Angewandten Theaterwissenschaft reicht. Es ist in fünf Sektionen organisiert, die bei der Durchführung kooperativer Forschungsvorhaben unterstützend wirken. Zwei Themen bestimmten das Forschungsinteresse des ZMIin den letzten Jahren: die Auswirkungen der Medialisierung auf kommunikative Kulturtechniken im Projekt Kulturtechniken und ihre Medialisierung und die Folgen der Digitalisierung auf die Wissenschaftskommunikation im Forschungsverbund Interactive Science - Interne Wissenschaftskommunikation über digitale Medien. Seit 2012 hat sich der Forschungsschwerpunkt auf die Projekte GeoBib und news to use verlagert. Im Projekt GeoBib wird eine Online-Bibliographie der frühen deutsch- bzw. polnischsprachigen Holocaust- und Lagerliteratur (1933-1949) geschaffen. news to use untersucht, ob und wie regelmäßige Zeitungslektüre junge Menschen in der beruflichen Ausbildung bildet.

Über die Sektion 5 Kunst und Medien ist das Institut für Angewandte Theaterwissenschaft in das ZMI eingebunden. Die Sektion führt Fachrichtungen zusammen, die an der Schnittstelle von Medientheorie, Medienkritik, kultureller Medienkompetenz und künstlerischer Praxis mit Medien tätig sind. Hierzu zählt die historische und systematische Aufarbeitung von theatralen, literarischen und filmischen Inszenierungsformen von Medialität unter ästhetischen, poetologischen und performativen Gesichtspunkten. Das besondere Augenmerk gilt Inszenierungen in Neuen Medien, die man als Ausprägung einer sich ständig aktualisierenden Theatralisierung der Gesellschaft verstehen kann, die nun über eine „digitale Bühne“ verfügt. Ziel der Sektion ist es, eine Interaktion zwischen künstlerischen Aktivitäten (etwa des Instituts für Angewandte Theaterwissenschaft) und medientheoretischen respektive kulturtheoretischen Reflexionsformen zu initialisieren.