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Theobald Fischer

Theobald Fischer war ein 1846 in der Nähe von Zeitz geborener Geograf und Historiker, der von 1883 bis zu seinem Tod 1910 eine Professur in Marburg innehatte. Zwischen 1886 und 1901 bereiste er mehrfach die Maghrebländer. Er zählte zu den Gründungsmitgliedern des Deutschen Kolonialvereins und war erster Vorsitzender des Zweigvereins Marburg. Seit Ende des 19. Jahrhunderts propagierte er eine deutsche Kolonisation Marokkos. In diesem Zusammenhang gründete er 1902 die Marokko-Gesellschaft und galt aufgrund zahlreicher Veröffentlichungen in der Öffentlichkeit des Deutschen Reiches als Experte für das nordafrikanische Land („Marokko-Fischer“). Um für Deutschlands kolonialistische Ambitionen in Nordafrika zu werben, hielt Fischer zahlreiche Vorträge (etwa 1884 in Heidelberg, Karlsruhe, Saarbrücken und Stuttgart). Deren Umsetzung führte dann allerdings 1905 und 1911 zu zwei „Marokko-Krisen“.

Literatur

  • Günter Glauert: „Fischer, Theobald“, in: Neue Deutsche Biographie 5 (1961), S. 205 f. Onlinefassung.
  • Karl Oestreich: Theobald Fischer. Eine Würdigung seines Wirkens als Forscher und Lehrer, in: Geographische Zeitschrift 18, 1912, H. 5, S. 241-254.
de/personen/wissenschaftler/theobald_fischer.txt · Zuletzt geändert: 2015/05/05 10:00 (Externe Bearbeitung)