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Ludwig Von Ploennies

China- und Frontkämpfer

Ludwig von Ploennies (geb. Darmstadt 3.4.1865, gest. Berchtesgaden 21.6.1923) war Königlich Preußischer Major und hielt sich seit 1898 (mit Unterbrechungen) mehrere Jahre in Kiautschou auf, aus der die deutsche Marine eine „Musterkolonie“ formen wollte. 1900 war er Mitglied des Ostasiatischen Expeditionskorps, das - durch Wilhelms II. „Hunnenrede“ in Bremerhaven angespornt - den sog. „Boxeraufstand“ in China niederschlagen sollte. Ploennies schrieb über seine Erfahrungen regelmäßig Briefe an seine Mutter in Darmstadt. Auch sein Bruder Wilhelm (1860-1906) war im Ausland tätig. Nach Australien ausgewandert, arbeitete er zunächst im Bergbau, wurde dann Konsul in Brisbane und starb kurz nachdem er in Deutsch-Neuguinea versucht hatte, ein Grundstück für Pflanzungszwecke in Besitz zu nehmen.

Literatur

Thomas Lange: Traumreiche. Der hessische Offizier Ludwig von Ploennies und China, in: Archiv für hessische Geschichte und Altertumskunde, Bd. 67 (2009), S. 199-230.

de/personen/militaers_und_verwalter/ludwig_von_ploennies.txt · Zuletzt geändert: 2015/05/05 10:00 (Externe Bearbeitung)