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Albert Schmidt

Soldat im chinesischen „Boxeraufstand“

Albert Schmidt war das jüngste von neun Geschwistern. Aufgewachsen ist er im Solmser Hof Stockhausen, ehemaliges Hofgut des Fürsten zu Solms-Braunfels. Schmidt meldete sich im Jahr 1900 als Freiwilliger für die Strafexpedition nach China. Er wurde dem ostasiatischen Pionierbataillon unter Major v. Reppert zugeteilt und brach im Juli/August 1900 Richtung China auf. Am 9. September 1900 erreichte seine Einheit die chinesische Stadt Wusung. Die Aufgaben von Albert Schmidt und anderen Pionieren bestanden im Anlegen von Wegen, Gebäuden und Befestigungen, im Frontgebiet und dahinter.

Nach seiner Rückkehr wurde Schmidt weiter zum Festungsbaumeister ausgebildet. Am 30. Mai 1907 wurde er zum Festungsbau-Feldwebel und am 18. Juni 1908 zum Festungsbau-Leutnant ernannt. Albert Schmidt war damit einer der wenigen Soldaten seiner Zeit, die von einem Mannschaftsdienstgrad in den Offziersrang aufstiegen.

Aus seiner Zeit in China hatte er auch eine „reichhaltige Sammlung alter chinesischer Waffen mitgebracht“, die nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs von den Amerikanern beschlagnahmt wurden.

Literatur

Dieter Schmidt: Ein Stockhäuser Bub erlebt den Boxeraufstand in China und diente als Soldat in der deutschen Kolonie Tsingtau/Kiautschou, in: Biskirchener Heimatkalender, Bd. 24 (2011), S. 37-43.

de/personen/militaers_und_verwalter/albert_schmidt.txt · Zuletzt geändert: 2015/05/05 10:00 (Externe Bearbeitung)