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Maria Sybilla Merian

Botanikerin, Forschungsreisende

geb. 2. April 1647 in Frankfurt, gest. 13. Januar 1717 in Amsterdam, war eine Naturforscherin und Künstlerin. In Frankfurt am Main als Tochter eines Verlegers und Kupferstechers aufgewachsen, bildete sie sich selbst in Insektenkunde fort und beschrieb dabei v.a. Schmetterlinge und Raupen. Seit 1670 in Nürnberg ansässig, arbeitete sie als Blumenmalerin und Illustratorin und ging 1685 in die Niederlande. Ab 1699 bereiste sie zwei Jahre lang die niederländische Kolonie Surinam und arbeitete anschließend in Amsterdam an ihrem Buch „Metamorphosis insectorum Surinamensium“, das 1705 erschien.

Maria Sybilla Merian war eine der ersten europäischen Forschungsreisenden überhaupt und zudem eine der ersten Frauen, die aus einer rein wissenschaftlichen und ästhetischen Neugier heraus Kolonien bereisten. 1990 wurde ein 500 DM-Schein mit ihrem Porträt und einigen ihrer Zeichnungen auf der Rückseite ausgegeben. Seit 1993 zeichnet das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst alljährlich zwei junge Künstlerinnen mit dem Maria Sibylla Merian-Preis aus. Seit 2007 trägt eine Akademische Damenverbindung in Frankfurt/Main den Namen „Meriana“.

Literatur

  • Natalie Zemon Davis: Metamorphosen. Das Leben der Maria Sibylla Merian, Berlin 2003.
  • Anne-Charlotte Trepp: Insekten-Metamorphose als Passion oder Maria Sibylla Merians langer Weg zur Wiedergeburtin: Von der Glückseligkeit alles zu wissen. Die Erforschung der Natur als religiöse Praxis in der Frühen Neuzeit (1550-1750), Frankfurt a. M./München 2009, S. 210ff.
de/personen/entdecker_und_erforscher/maria_sybilla_merian.txt · Zuletzt geändert: 2015/05/05 10:00 (Externe Bearbeitung)