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Georg Wilhelm Freyreiss

Botaniker in Brasilien

Georg Wilhelm Freyreiss (*1789 - 1825) war ein Botaniker aus Frankfurt, der in Rio de Janeiro forschte und lebte.

Als „Hilfs-Naturalist“ reiste er 1813 im Auftrag des russischen Konsuls und Barons Georg Heinrich von Langsdorff nach Rio de Janeiro. Mit ihm und dem bekannten Geologen und Geographen Wilhelm Ludwig von Eschwege unternahm er in in Minas Gerais eine zweijährige Reise. Dabei fertigte er seine ersten Sammlungen an und lernte Prinz Maximilian Wies-Neuwied und den Botantiker Friedrich Sellow kennen, die ebenfalls in Brasilien forschten. Freyreiss sammelte vor allem Pflanzen und Vogelhäute; tausende von Exemplaren gingen an das Zoologische Museum in Berlin. Seine gesammelten Naturalien gingen aber auch an seine Heimatstadt Frankfurt am Main.

Der schwedische Konsul in Rio de Janeiro, Lorentz Westin, stellte ihn ebenfalls an. Freyreiss sammelte nun getrocknete Pflanzen und Kräuter für die Herbarien in Stockholm und Uppsala. Im Jahr 1818 ließ er sich dann in Rio de Janeiro nieder und wurde Professor für Zoologie an der Universität von Rio de Janeiro. Er erhielt zudem die Erlaubnis zur Gründung einer deutschen Kolonie in Bahia (früher Leopoldina, heute Helvécia). Im Jahr 1824, ein Jahr vor seinem Tod, hatte er einen Bericht über das dortige Leben unter dem Titel „Beitrage zur näheren Kenntniss des Kaiserthums Brasilien“ verfasst. Zu Freyreiss Lebenszeit hatte der portugiesische Königssohn Peter I. am 7. September 1822 Brasiliens Unabhängigkeit von Portugal erklärt und sich selbst am 12. Oktober zum Kaiser gekrönt. Der Bericht wurde später ins Schwedische übersetzt. Freyreiss Bericht „Reisen in Brasilien“ wurde erst im Jahr 1968 – 150 Jahre nach seinem Tod – veröffentlicht. Im Jahr 1992 wurde er auch ins Portugiesische übersetzt.

Literatur

de/personen/entdecker_und_erforscher/georg_wilhelm_freyreiss.txt · Zuletzt geändert: 2015/05/05 10:00 (Externe Bearbeitung)