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Deutscher Kolonialverein

Der Deutsche Kolonialverein (DKV) wurde am 6. Dezember 1882 unter Mitwirkng von Johannes von Miquel in Frankfurt am Main gegründet. Im Februar 1885 wechselte er seinen Sitz nach Berlin und wurde 1887 in die Deutsche Kolonialgesellschaft integriert.

Hessische Zweigvereine des DKV existierten in Darmstadt, Frankfurt am Main, Gießen, Marburg, Wetzlar und Wiesbaden. Zahlreiche weitere Mitglieder lebten darüber hinaus in Offenbach.

Insbesondere auf publizistischem Weg warb der DKV für eine Ausweitung kolonialer Bestrebungen. Hierbei übte er etwa im Rahmen der Reichstagswahlen von 1884 Druck auf die deutsche Politik aus. Organ des Deutschen Kolonialvereins war die Deutsche Kolonialzeitung. Auf deren Titelseite fand sich folgende Eigendarstellung des Vereins: „Illustrierte halbmonatlich erscheinende Zeitschrift zur Verbreitung des Interesses für die kolonialpolitischen Aufgaben Deutschlands unter allen Schichten unseres Volkes, - zur Förderung deutscher überseeischer Unternehmungen von nationaler Bedeutung, - zur Kräftigung der geistigen und wirtschaftlichen Verbindung des Deutschtums in allen Weltteilen mit dem Vaterlande, - zur allgemeinen Kenntnis fremder Länder und Völker.

Auch öffentliche Vorträge zählten zu den propagandistischen Mitteln des DKV. Zu diesem Zwecke unternahmen einzelne Mitglieder reichsweite Reisen und warben in diversen Städten für ihre kolonisatorischen Anliegen. In Bezug auf Hessen tat sich hierbei besonders der Marburger Geographie-Professor Theobald Fischer hervor, der für eine deutsche Kolonisation Marokkos eintrat. Auch Christian Achelis war dort Mitglied.

de/institutionen/koloniale_organisationen/deutscher_kolonialverein.txt · Zuletzt geändert: 2015/05/05 10:00 (Externe Bearbeitung)