Der AK Geomorphologie vergibt jährlich mehrere Tagungsstipendien, zwei Dissertationspreise, sowie einen Vortrags- und drei Posterpreise während der Jahresversammlungen. Zudem verleiht der AK Geomorphologie in unregelmäßigen Abständen die goldene Ferdinand von Richthofen-Medaille. Eine Liste der bisherigen Preisträger und Stipendienempfänger finden Sie unten auf dieser Seite.

Tagungsstipendien

Der AK Geomorphologie vergibt pro Jahr insgesamt 10 Tagungsstipendien, jeweils in Höhe von € 250,-. Ziel ist es, den wissenschaftlichen Nachwuchs dahingehend zu fördern, Forschungsergebnisse auf nationalen und internationalen Tagungen zu präsentieren. Bewerben können sich in- und ausländische Mitglieder des AK Geomorphologie.  Eine Bewerbung erfolgt mit einem formlosen Anschreiben per Email an den Vorstand unter Mitsendung des Abstracts des Tagungsbeitrages sowie der Bestätigung der Tagungsanmeldung. Die Bewerbungsfristen für Tagungsstipendien sind halbjährlich der 31.01. (verlängert bis 28.02.2017) und der 30.06. jeden Jahres.  Über die Stipendienvergabe entscheidet der Vorstand gemeinsam jeweils im Februar und Oktober eines Jahres. Gibt es mehr Antragseinreichungen als Stipendien werden Erstbeantragende bevorzugt berücksichtigt. Gehen weniger Anträge als verfügbare Stipendien ein, wird die Stipendienanzahl das darauffolgende Jahres erhöht.

Die Stipendiatinnen/Stipendiaten werden gebeten, die Förderung der Tagungsteilnahme durch den AK Geomorphologie kenntlich zu machen (AK-Logo) und ihren jeweiligen Tagungsbeitrag auch auf dem nächstfolgenden Jahrestreffen des AK Geomorphologie zu präsentieren.


Vortrags- und Posterpreis des Deutschen Arbeitskreises für Geomorphologie

Im Rahmen der Jahrestagungen des AK Geomorphologie werden ein Vortragspreis und drei Posterpreise, jeweils dotiert mit € 100,-, unter allen gehaltenen Vorträgen und vorgestellten Postern vergeben. Die Teilnahme erfolgt automatisch mit der aktiven Teilnahme an einer Jahrestagung. Die Auswahl der Preisträger erfolgt durch zwei Juries, die sich aus Mitgliedern des Vorstandes, des wissenschaftlichen Beirates und weiterer Mitglieder des Arbeitskreises zusammensetzen.


Dissertationspreis des Deutschen Arbeitskreises für Geomorphologie

Der AK Geomorphologie kürt alljährlich herausragende Dissertationen zu geomorphologischen Forschungen mit dem Dissertationspreis. Der Preis ist dotiert mit einem Preisgeld in Höhe von € 500,-.  Das Vorschlagsrecht obliegt den Betreuerinnen bzw. Betreuern. Bei Vorliegen mehrerer qualitativ hochrangiger Arbeiten ist die Vergabe von bis zu drei Dissertationspreisen pro Jahr möglich.

Förderziel:

Der Promotionspreis des AK Geomorphologie zeichnet innovative, nationale und international relevante Doktorarbeiten zu geomorphologischen Themen aus und würdigt die herausragende Forschungsleistung der PreisträgerInnen auch als Ideenquelle für zukünftige Forschung.

Einreichung:

Bis zum 30.6.2016 per Email an m.krautblatter@tum.de. Die Dissertation sollte max. 2 Jahre vor der Einreichungsfrist abgeschlossen worden sein.

Unterlagen:

  1. Begründung des Dissertationspreis-Vorschlags (0.5-2 Seiten) gegliedert nach:
  • Innovation: konzeptionell oder methodisch
  • Relevanz: international/national
  • Herausragende Leistung: in Relation zu anderen Arbeiten
  • Ideenquelle: für zukünftige Forschung
  1. Gutachten (auch auszugsweise) oder falls dieses z.B. aus rechtlichen Gründen nicht zugänglich ist alternativ eine 1,5-seitige Besprechung und vergleichende Bewertung der Dissertation
  2. Dissertation
  3. Relevante Publikationen der Promotionspreiskandidatinnen
  4. CV des Bewerbers (mit Publikationen und Konferenzbeiträgen)

Kommission

Der Vorstand des AK Geomorphologie bestimmt eine 3-köpfige Kommission aus dem Vorstand und dem wiss. Beirat. Diese kann zusätzlich unabhängige Meinungen einholen.

Auswahlverfahren

Die Kommissionsmitglieder bewerten unabhängig die Innovation, Relevanz, herausragende Leistung und die Bedeutung als Ideenquelle für zukünftige Forschung und beraten anschließend auf dieser Basis die Reihung und Auszeichnung der Kandidaten.

Zeitplan

4 Monate vor AK Jahrestreffen: Emailaufruf an Mitglieder AK zur Einreichung der Vorschläge
3 Monate vor AK Jahrestreffen: Deadline Einreichung Dokumente und Bereitstellung für Kommissionsmitglieder
3-2.5 Mon. vor AK Jahrestreffen: Kommission bewertet Bewerbungen
2.5 Mon. vor AK Jahrestreffen: Kommission teilt Vorstand und wiss. Beirat vertraulich die Entscheidung mit
  Preisträger werden informiert und zum AK eingeladen
AK Jahrestreffen: Kurze herausgehobene Vorstellung der Arbeiten der Preisträger mit jeweils 5 Folien

 


Goldene Ferdinand von Richthofen-Medaille

Mit der Verleihung der Goldenen Ferdinand von Richthofen-Medaille möchte der Deutsche Arbeitskreis für Geomorphologie an die Tradition anknüpfen, verdiente Persönlichkeiten, die mit richtungsweisenden fachlichen Leistungen einen herausragenden Beitrag für die deutschsprachige Geomorphologie geleistet haben, zu ehren. Ferdinand Freiherr von Richthofen (1833 – 1905) gilt als Begründer der modernen Geomorphologie und weltweit anerkannter deutscher Geograph. In den vergangenen rund 80 Jahren wurde die Medaille insgesamt 12 Mal für hervorragende Verdienste auf dem Gebiet der geographischen Forschung verliehen. Seit seiner Gründung obliegt die Verleihung dem Deutschen Arbeitskreis für Geomorphologie.

Vorschlagsberechtigt sind alle Mitglieder des AK Geomorphologie, die hiermit herzlich aufgerufen sind, sich an dem Verfahren zu beteiligen und Vorschläge einzureichen. Die Einsendefrist für Vorschläge ist jeweils der 30.06. jeden Jahres. Nominierungen unterliegen der Vertraulichkeit. Die Entscheidung über die Vergabe wird gemeinsam von Vorstand und wissenschaftlichem Beirat getroffen. Folgende Unterlagen sind mit dem Vorschlag beim Vorstand einzureichen: eine zweiseitige Begründung, ein Schriftenverzeichnis der nominierten Kandidatin bzw. des nominierten Kandidaten und ein Lebenslauf.

Die Verleihung der Goldenen Ferdinand von Richthofen-Medaille erfolgt im Rahmen der Jahrestagung des AK Geomorphologie. Es ist nicht vorgesehen, die Goldene Ferdinand von Richthofen-Medaille in regelmäßigen Abständen zu verleihen.


Forschungsstipendium der Hanna Bremer Stiftung für Nachwuchswissenschaftlerinnen

Das Forschungsstipendium für Nachwuchswissenschaftlerinnen der Geographie (bevorzugt Physische Geographie) in Höhe von 5000,00 € soll zur Durchführung einer Studienreise oder eines Studienaufenthaltes in Übersee oder in einem europäischen Land außerhalb Deutschland und der angrenzenden Länder dienen. Es soll nicht für Vorhaben eingesetzt werden, die von der Deutschen Forschungsgesellschaft (DFG) gefördert werden können, sondern der Weiterbildung oder der Vorbereitung eines umfangreichen Forschungsprojektes dienen.

Zur Bewerbung berechtigt sind Nachwuchswissenschaftlerinnen aus deutschsprachigen Ländern nach der Promotion in der Geographie, bevorzugt Physischen Geographie, aber nur bis maximal 3 Jahre nach dem Prüfungstermin. Bewerbungen sollen kurz gefasst sein – nicht mehr als 500 Wörter – und einen Tabellarischen Lebenslauf und Schriftenverzeichnis umfassen. Beizufügen ist ein Gutachten des Betreuers der Dissertation von einer Seite Länge. Die Bewerbungsfrist endet am 15.7.2016. Die Bewerbungen sind zu richten an: Hanna Bremer Stiftung c/o Stiftungs- und Fördergemeinschaft Modellprojekte GmbH, SFGM GmbH, Babostr. 3, 69469 Weinheim.


Bisherige Preisträger

Dissertationspreise

2016 – Sabine Kraushaar, Wien; Daniel Draebing, München; Daniel Wolf, Dresden

2014 – Hanna Hadler, Mainz; Anna Schneider, Cottbus

2013 – Dominik Brill, Köln; Michael Dietze, Dresden

2012 – Max Engel, Köln; Wolfgang Fister, Trier

2010 – Kirsten v. Elverfeldt, Wien


Vortragspreise

2016 – Thomas Kolb: “Auensedimente und kolluviale Ablagerungen als Umweltarchive – Versuch einer Landschaftsrekonstruktion für das mittelalterliche Oberfranken”

2015 – Karoline Meßenzehl, Bonn: “Spatial activity of rockwall instability and talus slope evolution in paraglacial systems (Turtmann valley, Swiss Alps)”

2014 – Daniel Wolf, Dresden: “Räumlich variable Geomorphodynamik in westmediterranen Flusseinzugsgebieten und deren Steuergrößen – Eine vergleichende Studie der letzten 14 ka”

2013 – Elisabeth Dietze, Dresden: “Quantifizierung von Sedimentationsprozessen durch die Auswertung von Korngrößendaten“

2012 – Hanna Hadler, Mainz: “Palaeotsunami impact on ancient Mediterranean harbours – a case study from the Corinthian harbour of Lechaion (Gulf of Corinth, Greece)”

2011 – Roland Zech, Zürich: “Milankovitch and permafrost – implications of high carbon storage in glacial paleosols”

2010 – Susann Müller, Frankfurt: “Mikromorphologische Untersuchungen zur Genese verschiedener Hangsedimente im hessischen Spessart”

2009 – Tobias Heckmann, Eichstätt; Michael Krautblatter, Bonn;  M. Leopold, München; T. Euler, Bonn


Posterpreise

2016 – Julia Meiste, Berlin; Anette Eltner, Freiberg; Johannes Schmidt, Leipzig

2015 – Jan Blöthe, Bonn; Martin Weber, Innsbruck; Amelie Stolle, Potsdam

2014 – Paula Hilger, Eichstätt; Wolfgang Schwanghardt, Potsdam; Friederike Stock, Köln

2013 – Eric Rascher, Graz; Anette Eltner, Dresden; Alexander-André Remke, Trier

2012 – David Loibl, Aachen; Jennifer Winkelbauer, München; Peter Fischer, Eichstädt

2011 – Sabine Kraushaar, Halle; Jens Bussmann; Osnabrück; Tobias Sprafke

2010 – Manuela Schlummer, Bonn; Markus Keuschnig, Salzburg; Stefan Wirtz, Trier

2009 – Wolfgang Fister, Trier


Goldene Ferdinand-von-Richthofen-Medaille

Gestiftet am 4. März 1933

Verleihung für hervorragende Verdienste auf dem Gebiet der Geographischen Forschung

2013 – Frank Ahnert, Geomorphologie; Horst Hagedorn, Geomorphologie; Jürgen Hagedorn, Geomorphologie;

2005 – Dietrich Barsch, Geomorphologie

1983 – Albert Kolb, Ostasienforschung, Länderkunde

1978 – Herbert Louis, Geomorphologie

1972 – Hans Poser, Arktis-, Periglazial- und Fremdenverkehrsforschung

1962 – Hans Mortensen, Geomorphologie

1958 – Vivian Fuchs, Durchquerung Antarktis

1953 – Karl Maria Herrligkoffer, Nanga Parbat

1951 – H. Petterson, Tiefsee Expedition

1938 – A. Hoel, Polarforschung

1933 – A. Philippson, Ägäis; E. von Drygalski, Gauss-Expedition; Sven Hedin, Zentralasien-Expedition


Silberne Ferdinand-von-Richthofen-Medaille

1933 – Ernst Tiessen, Herausgabe des Nachlasses von Ferdinand von Richthofen