Wissenschaftliche Mitarbeiterin / Wissenschaftlicher Mitarbeiter in Göttingen

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Am Geographischen Institut (Abteilung Physische Geographie) der Georg-August-Universität Göttingen ist Im Rahmen des DFG-Projekts

„Analyse der geoökologischen Steuerungsfaktoren für die Ver­breitung von Wald­standorten
und diskontinuierlichem Perma­frost unter den Einflüssen von Waldbränden, Waldnutzung
und Klimaentwicklung in den Waldsteppen der zentralen Mongolei“

zum frühestmöglichen Zeitpunkt eine Stelle als

Wissenschaftliche Mitarbeiterin / Wissenschaftlicher Mitarbeiter

– Entgeltgruppe 13 TV-L –

mit 65 % der regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit (zzt. 25,87 Stunden/Woche)
befristet für die Dauer von 3 Jahren zu besetzen.

Aufgaben

Die Aufgabe besteht in der Bearbeitung des Projekts mit dem Ziel der Promotion. Im Fokus steht dabei die Aufdeckung von Kausalzusammenhängen zwischen den an einem Standort wirksa­men geoöko­lo­gi­schen und anthropogenen Faktoren einerseits und den Mustern des diskontinu­ierlichen Permafrosts, der Waldverbreitung, des Auftretens von Waldbränden und dem Verlauf der Sukzession der Vegetation nach einem Brand andererseits.

Diese Zusammenhänge sind durch Kartierung von Vegetation und Böden in Abhängigkeit vom Relief, Vermessung der Verbreitung und Tiefenlage des Permafrosts mittels Georadar, Analyse von Fernerkundungsdaten, Reliefparametrisierung und Biomassebestimmung zu identifizieren. Hierzu sind zwei Geländeaufenthalte (Sommer 2017 und 2018) mit jeweils anschließender Laborarbeitsphase zur bodenchemischen und –physikalischen Analyse der Böden vorgesehen. Die Laboranalysen werden durch studentische Hilfskräfte und Laborpersonal unterstützt.

Hintergrund ist der voranschreitende Verlust an Waldfläche in der Mongolei durch Trocken­phasen, Waldbrände und nicht-nachhaltige Nutzung. Angesichts dieser Entwicklung ist es letzt­lich das Ziel der Arbeit, Gebiete auszuweisen, die potentiell Trocken­stress und Brandgefahr ausgesetzt sind bzw. Sukzessions­barrieren für frag­men­tierte Waldstandorte darstellen. Die Ausweisung dieser Gebiete erfolgt auf Basis der mittels geostatistischer Analyse identifi­zierten Kausalzusammenhänge unter Einbindung von Fernerkundungsdaten. Daraus sind Prognosen für die weitere Vege­ta­tions- und Permafrost­entwicklung abzuleiten.

Voraussetzungen

Sie haben ein wissenschaftliches Hochschulstudium in Geographie, Geoökologie oder einem verwandten Fach mit überdurchschnittlichem Ergebnis abgeschlossen und streben eine Promo­tion an. Sie verfügen über Erfahrung in der bodenkundlichen Gelände- und Laborarbeit. Kennt­nisse in GIS, Geostatistik und Fernerkundung sind von großem Vorteil, sehr gute Englischkennt­nisse in Wort und Schrift sind Voraussetzung.

Die Universität Göttingen strebt in den Bereichen, in denen Frauen unterrepräsentiert sind, eine Erhöhung des Frauenanteils an und fordert daher qualifizierte Frauen nachdrücklich zur Bewer­bung auf. Sie versteht sich als familienfreundliche Hochschule und fördert die Vereinbarkeit von Wissenschaft/Beruf und Familie. Die Universität hat sich zum Ziel gesetzt, mehr schwerbehin­derte Menschen zu beschäftigen. Bewerbungen Schwerbehinderter erhalten bei gleicher Qualifi­kation den Vorzug.

Ihre Bewerbung mit den üblichen Unterlagen (Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse) richten Sie bitte in Form eines einzigen pdf-Dokuments per E-Mail bis zum 10.06.2017 an:

Prof. Dr. Daniela Sauer
Abteilung Physische Geographie,
Geographisches Institut der Georg-August-Universität Göttingen
Goldschmidtstr. 5, 37077 Göttingen
E-Mail: daniela.sauer@geo.uni-goettingen.de

Ihre elektronischen Dokumente werden nach einer Aufbewahrungsfrist von 3 Monaten nach Abschluss des Verfahrens gelöscht.

Für Rückfragen steht Ihnen gern Herr Dr. Michael Klinge,
Tel.: 0551/39-8005, E-Mail: mklinge1@gwdg.de, zur Verfügung.

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